Karl Lohnert im Porträt

Portraitaufnahme

Karl Lohnert

Forchheim am 19. Dezember anno 1908 war der Geburtsort von Karl Lohnert, der mit drei Brüdern und zwei Schwestern aufwuchs und die Volksschule besuchte. Die Mutter war Hausfrau, der Vater war Lackierer bei Möbel Speckner und außerdem ehrenamtlich Musikmeister der Stadtkapelle Forchheim.

In den 20-er Jahren mit ihrer großen Arbeitslosigkeit arbeitete Karl Lohnert bei der Spinnerei und ging später zur Reichsbahn. Dort war er zuerst beim Streckendienst in Forchheim, dann als Heizer und Lokführer in Nürnberg angestellt. 1925 war er begeisterter Fußballspieler bei den „61ern“, dem heutigen VfB Forchheim, später beim FC Germania Forchheim. Im 2. Weltkrieg war er als Eisenbahner unabkömmlich und wurde nicht eingezogen. Nach dem Krieg wurde er Fußballschiedsrichter. Erst mit 53 Jahren heiratete er Margarete Neuner aus Gößweinstein. Mit 59 Jahren ging er vorzeitig in Rente.

Oft war er mit seinem Bruder Hans, der noch heute hochbetagt in Bamberg wohnt, im Café Schmitt beim Schachspiel anzutreffen, als er sein Lieblingshobby Fußball aus Altersgründen nicht mehr ausüben konnte. Kinderlos starb er 1995 im Alter von 87 Jahren in Forchheim.

Er war nicht nur beim VfB Forchheim 1861 (1960-1972) und bei der SpVgg Jahn Forchheim (1972-1977) aktiv, sondern auch als Gründungsmitglied des SC Forchheim im Jahre 1977 und blieb dem Verein, der ihn zum Ehrenmitglied ernannte, bis 1992 treu. Auch der VfB Forchheim 1861 ernannte ihn 1973 zum Ehrenmitglied. Beim Schachspiel war er ein äußerst zäher Gegner, der bis zuletzt erbittert kämpfte und nur wenige Partien freiwillig aufgab.

Autor: Udo Güldner