Für Johannes Mann muss es eine neue Erfahrung gewesen sein. Erstmals in dieser Saison wurde unser Neuzugang bei einem Jugend-Open der Rapid-Serie Unterfrankens nicht Gewinner seiner Altersklasse. In der U14 in Sailauf wurde der Abo-Sieger mit 5,0 Punkten aus sieben Runden „nur“ Zweiter hinter dem Überraschungssieger. In der Gesamtwertung aber holte er sich mit weitem Abstand den Rapid-Pokal. Herzlichen Glückwunsch an Johannes!
Endstand
Rapid-Gesamtwertung
Per aspera ad astra
Wer immer schon einmal wissen wollte, wie es bei einer Deutschen Jugendmeisterschaft zugeht, und wie man dort den Titel holt, der darf sich auf einen spannenden Vortrag unseres Bundesliga-Spielers Léon Mons freuen. Am 15. Juli 2011 ab 20 Uhr wird der Nachwuchsspieler in unserem Spiellokal vom Kampf um den U16-Titel berichten, wie er sich mit seinem Trainer GM Michael Prusikin vorbereitet hat, und einige Partien kommentieren. Zu diesem besonderen Trainingsabend sind nicht nur Mitglieder, sondern auch Gäste herzlich willkommen.
Neu bei uns: Johannes Mann
Der 13-jährige Schüler gehört sicherlich zu den großen Talenten Unterfrankens. Nun hat sich Johannes Mann nach vielen erfolgreichen Jahren beim SK Schweinfurt entschieden, sich unserer Jugend anzuschließen. Johannes wird in der 2. Jugend, sowie der 3. Mannschaft (beide in der Bezirksliga) als Stammspieler zum Einsatz kommen und will besonders unsere Trainingsangebote nutzen. Der mehrfache Unterfrankenmeister (2008 U10, 2009 U12, 2010 und 2011 U14) Schweinfurter Jugendmeister (2010) durfte auch schon bei der Deutschen U12-Meisterschaft (2010) teilnehmen. Hoffen wir, dass seine sportliche Entwicklung weiter positiv verläuft. Herzlich willkommen bei uns!
Fünfter statt Meisterschaft
Einen Tag nach der Jugend ermittelten auch die Erwachsenen ihren Erlanger Stadtmeister. Im Ringen mit seinen Großmeister-Kollegen blieb unserem Spitzenspieler GM Michael Prusikin (6,5 Punkte/5. Platz) er Sprung auf das Treppchen verwehrt. Ein erneut großartiges Turnier spielte FM Berthold Bartsch (6,5/7.), der manchen Setzlisten-Favoriten überholte. Auch Eduard Miller (6,0/11.) konnte zufrieden sein, während Léon Mons (4,5/35.) sein Ergebnis wohl am besten vergessen möchte. Weitere Forchheimer: Martin Killmann (3,5/53.) und Neuzugang Johannes Mann (3,5/63.). In der Team-Wertung holten wir mit GM Michael Prusikin, FM Berthold Bartsch, Eduard Miller und Léon Mons klar den Gesamtsieg vor dem SC NT Nürnberg.
Turnierseite
Parallele Partien
100 Jahre ist für einen Schachverein ein stolzes Alter. Zum Jubiläum feierte der SK 1911-Grundig Nürnberg mit einem großen Schnellschach-Open. GM Michael Prusikin wurde mit 8,0 Punkten aus neun Runden auf Grund schlechterer Wertung „nur“ Zweiter hinter der punktgleichen WGM Inna Gaponenko (ESV Nickelhütte Aue). FM Berthold Bartsch (6,5/7.) und Wilhelm Grafe (6,0/13.) rundeten das gute Forchheimer Ergebnis ab. Unser Ehrenvorsitzender schreibt dazu: „Eins von beiden Turnieren (Nürnberg und Erlangen, Anm. d. Red.) hätte ich mir wirklich sparen können. Der Verlauf war nahezu völlig identisch. Beginn mit 3 aus 3. In Runde 4 an Brett 4 gegen den späteren Dritten ein Ei kassiert. In Runde 8 an Brett 1 gegen den späteren Co-Sieger das zweite Ei kassiert und damit die Chance auf Podestplatz endgültig passé. Mit Sieg in Schlussrunde am Ende mit 6,5 Punkten jeweils Siebter. Der einzige Unterschied war der Zeitpunkt des einzigen Remis. Einmal in Runde 5, einmal in Runde 7.“
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Übung macht den Meister
Auch beim Jugend-Open in Erlangen waren wir wieder mit unserem Nachwuchs in der Altersklasse U10 am Start. Christian Schubert landete mit 4,0 Punkten auf Platz 10 und ärgerte sich etwas über die eine oder andere gekippte Partie. Nach längerer Turnierpause wagte sich Jakob Kranich wieder ans Brett. Doch die fehlende Praxis machte sich mehr als bemerkbar, und er schaffte mit 2,0 Zählern nur Rang 29. Herzlichen Dank für Transport und Betreuung an Thomas Kranich und Prof. Dr. Dirk Schubert.
Endstand
Live aus Erlangen
Wer am Sonntag keine Zeit hat, persönlich die Erlanger Stadtmeisterschaft zu besuchen und unseren Spielern GM Michael Prusikin, FM Berthold Bartsch, Léon Mons, Eduard Miller, Johannes Mann und Martin Killmann über die Schulter zu blicken, der kann die Ergebnisse live im Ticker bei NSR Robert Ackermann (Nürnberg) nachlesen. Vielen Dank für diesen tollen Service. Hier die Links:
Live-Ergebnisse
Live-Tabelle
Schnellzug nach Schwabach (jetzt mit Bericht)
Nach einjähriger Pause ging die Schnellschach-Bezirksliga wieder über die Bühne. In Schwabach startete SC Forchheim 2 in der Bezirksliga 2 und liegt nach der Halbzeit der sieben Runden leider nur auf dem vorletzten Tabellenplatz. Gegen die SG Siemens Erlangen (1,5:2,5) und gegen die SG Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach (1:3) unterlagen wir, bevor wir gegen den SC Heideck/Hilpoltstein (2,5:1,5) einen knappen Sieg einfuhren. Martin Killmann (1,5/3), Edgar Schwab (1,5), Rainer Ratajczak (0,0) und Robert Wagner (2,0) vertraten unsere Farben. Am 2. Spieltag in Nürnberg spielten Martin Killmann (0,5/3), Josef Heinkelmann (0,5), Dr. Reinmar Killmann (1,5) und Robert Wagner (1,5). Das Quartett erlitt drei Niederlagen (1:3 gegen TSV Cadolzburg, sowie 1,5:2,5 gegen SpVgg Zabo-Eintracht Nürnberg und SW Nürnberg Süd 2). Als Sechster konnten wir die Klasse trotzdem halten.
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Ich musste dran glauben
Nachdem seit Jahren eine starke Abordnung aus Kirchseeon bei München unser Sparkassen-Open besucht, war ich zum Gegenbesuch im Süden der Landeshauptstadt. Im A-Open für Spieler mit DWZ größer 1650 startete ich, gesundheitlich nicht ganz auf dem Damm, mit zwei völlig blödsinnigen Niederlagen. Eine davon gegen den späteren Jugendsieger Noam Bergauz (SK München Südost), der als streng gläubiger Jude am Freitagabend (Sabbat) zwar spielen, nicht jedoch die Züge aufschreiben durfte. Derlei Arbeit ist am Feiertag nach Sonnenuntergang nämlich verboten. Ziemlich kurios. Als es mir dann wieder besser ging, legte ich einen Endspurt hin und belegte mit 3,0 Punkten auf Rang 13 bei 34 Teilnehmern. Ein schönes kleines Turnier, das ich im nächsten Jahr vielleicht wieder mitspielen werde. Und dabei hoffentlich keinen DWZ-Verlust hinnehmen.
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Der Intrigantenstadl
Es war ein erneuter Tiefpunkt in einer Reihe von Kongressen des Bayerischen Schachbundes (BSB), in denen Intriganz und Inkompetenz das Szepter führen. Aus eigener Anschauung weiß ich, wie vor einigen Jahren der damalige Bundesspielleiter Ingo Thorn nicht nur abgewählt, sondern in aller Öffentlichkeit regelrecht gedemütigt wurde. Nun haben die Delegierten, gesteuert von den üblichen Verdächtigen, dem Spielbetrieb erneut großen Schaden zugefügt. Der bisherige Bundesspielleiter Wolfgang Fiedler wurde nach drei erfolgreichen Jahren nicht mehr gewählt und durch einen weithin unerfahrenen Kandidaten aus Oberbayern ersetzt. Die Konsequenzen werden die Vereine in den nächsten Monaten zu spüren bekommen. Unser Mitglied Herbert Ganslmayer trat als DWZ-Referent von der Bühne ab und will sich nun mehr auf das eigene Schachspiel konzentrieren. Als Seniorenreferent ist er weiterhin auf Landesebene aktiv. Zum neuen 2. Spielleiter wurde unser Ehrenmitglied FM Hans Niedermaier gewählt, der als Erfinder des Bodensee-Cups gilt. Details folgen in Kürze.