Im zweiten Saisonrückblick schauen wir uns die in die K1 aufgestiegene zweite Mannschaft an. Wie auch in der Aufstiegssaison war Jonas der Mannschaftsführer. Anders als bei der ersten Mannschaft war in der zweiten selten klar, wer welches Brett spielt. Die einzige Ausnahme haben Roland und Jonas an Brett 1 und 2 gebildet. Apropos Jonas. Die Saison ist irgendwo seine Geschichte. An Brett 2 hat er drei Remis, fünf Siege und einen spielfreien Sieg, also insgesamt 7,5 von 9 möglichen Punkten geholt. Damit steht ein sattes DWZ-Plus von 81 Punkten bei einer Leistung von 2139 zu Buche. Herzlichen Glückwunsch El Capitano! Aber zurück zum Team: Im Kern bestand die Mannschaft aus Roland, Jonas, Philipp, Tristan, Oliver und Oskar. Durch diverse Ausfälle sind regelmäßig Spieler um 2-3 Plätze nach oben gerutscht. So waren Tristan für Brett 6 und Oliver für 7 vorgesehen. Meistens wurde es Brett 4 und 5 für die beiden. Philipp rutschte regelmäßig auf die 3. Und damit kommen wir zum Grund für den Titel. Im Laufe der Saison sind nachgerückt: André (2+ 2= 2-), Tobi D. (2+ 0= 2-) und Arne (2+ 0= 1-). Alle drei haben damit ihre 50% oder etwas darüber geholt. Gleiches gilt für den Großteil der Mannschaft. In der Topliste der Liga ist damit nur Jonas vertreten. Nachdem wir die Stammmannschaft und die Nachrücker, die dann zum Stamm geworden sind, haben, fehlen uns noch die Joker. Und diese waren in der Saison von den Punkten her sehr wichtig. Die Joker waren Felix, Tobi R, Udo, Niclas, Jason und Samuel.
Zum ersten großen Wiedersehen kam es direkt am ersten Spieltag. Während in der letzten Saison ein sicherer Sieg im Topspiel gegen die SG Fürth 3 zustande kam, kam diese in verstärkter Version zum ersten Spieltag. Da wir hier noch nicht unsere verstärkte Ersatzbank hatten, mussten wir auf Tobi R. und Felix zurückgreifen. Und das waren überragende Edel-Joker, die wir uns aus der dritten Mannschaft holen konnten. Während alle Stammspieler, teils in wilden Partien, Remis gehalten haben, haben Tobi und Felix gewonnen. Tobi konnte Alejandro Stolz Mateos besiegen, welcher am Ende mit 7 aus 9 Punkten aus der Liga ging (7+ 0= -2). Felix konnte dazu noch einen Sieg gegen Mykyta Nikolaiev einfahren, welcher ebenfalls mit 6,5 Punkten aus 9 Partien eine Spitzensaison spielte (5+ 3= 2-). Chapeau an unsere beiden Joker. Das war der erste Mannschaftssieg mit einem guten 5:3. Dieser ließ uns sogar vom direkten Aufstieg träumen.
Am zweiten Spieltag stand die Begegnung gegen Kirchehrenbach/Ebs 1 an der Reihe. In der Breite ebenfalls gut aufgestellt, konnten die Joker Niclas und Samuel dafür sorgen, dass wir mit der Mannschaft ein Remis gehalten haben. Eine ehrenwerte Erwähnung sei an dieser Stelle noch Olis Partie, die als Einsteller des Jahres auf der Jahreshauptversammlung gewählt wurde.
Im dritten Spiel setzte es dafür ein Ausrufezeichen. Mit 7 ½ zu ½ wurde Langenzenn-Wilhermsdorf abgefertigt. Vom Mannschaftsergebnis war das ganze zwar passend. Jedoch in der Härte hätte es Langenzenn nicht verdient gehabt zu verlieren, da Tristan z.B. nur durch Zeit in schlechterer Stellung gewann. Edeljoker Udo hat hier noch bewießen, dass er ein alter Fuchs ist. Er wurde mit einer, für ihn, neuen Eröffnungsvariante konfrontiert, die sonst eher online gespielt wird, und hat den Gegner mit seiner Riposte überrollt.Da Felix seine eventuelle Gewinnstellung nicht verwandeln konnte, wurde Langenzenn die 8:0 Niederlage erspart. Aber es waren viele wichtige Brettpunkte, die später noch wichtig sein würden.
Noch vor der Winterpause kamen wir erstmals in der neuen Stammmannschaft zusammen und kamen damit ohne Joker aus. Brett 7 übernahm André und Brett 8 Tobi D. Jedoch war die Aufstellung nicht das einzige “erste Mal“ der Saison. Leider war es auch unsere erste Mannschaftsniederlage. Trotz der Siege unserer Nachrücker konnten wir ein knappes 3 ½ zu 4 ½ nicht verhindern, da Philipp, Oli und Roland, alle von DWZ stärkeren Gegnern, bezwungen wurden. In der Nachbetrachtung war dies die erste Vorankündigung von etwas, das uns die ganze Saison begleiten sollte. Durch das Nachrücken rückten Spieler hoch, die nicht für so weit oben gedacht waren. Zwar hielten wir oft stand, jedoch gab es auch einige geknackte Stellungen.
Nach der Winterpause waren wir beim SC Erlangen zu Gast. Zwar mussten wir mit Jason noch einmal einen Joker einsetzen (der Schreiber des Beitrags meint sich zu erinnern, dass es an kurzfristigen Krankheitsausfällen lag, aber er ist sich nicht mehr sicher), jedoch hat er auch direkt gestochen. Mit einem ungefährdeten 2 ½ zu 5 ½ Auswärtssieg waren wir wieder auf der Erfolgsspur zurück und träumten noch vom zweiten Platz. Dass der Ligaprimus Bubenreuth hieß, war uns da schon klar, aber vielleicht konnte man Eckental schlagen.
Gegen eben jene ging es am sechsten Spieltag. Dort konnten zwar unsere vorderen Bretter um Jonas und Stefan uns wichtige Punkte holen, jedoch fielen hinten Tristan,bei seiner einzigen Saisonniederlage, Oli und Tobi D um. Bei Oli und Tristan betrug der Abstand knapp 250 DWZ Punkte. Bei Tobi D an Brett 8 immerhin noch 100. Dies zeigte eine extreme Stärke von Eckental, sie waren in der Breite sehr gut aufgestellt. Im Schnitt waren es 120 DWZ mehr.
Nach dieser kalten Dusche sollten gleich zwei weitere in Folge kommen. Gegen den direkten Konkurrenten Eggerbachtal verloren wir leider. Immerhin konnte unser letzter “Neuzugang” Arne direkt einen Erfolg für sich verbuchen. Jedoch haben wir an den vorderen Brettern Punkte verloren und hinten sind auch noch André und der Joker Jason umgefallen. Auch Jonas kam in diesem Spiel nicht über ein Remis hinaus. Eine ehrenwerte Erwähnung war diesmal Oli, der seinen Gegner in knapp 10 Zügen zur Aufgabe zwang. So verloren wir 5:3
In fast schon Bestbesetzung wurde dann SF Fürth 2 empfangen. Zwar konnten Roland und Jonas in der Spitze gewinnen, dafür verlor Benni leider an Brett 3. Hinten mussten sich Oli und Tobi D geschlagen geben. Was besonders bitter für Tobi war, da es lange Zeit gut für ihn gestanden hat. Jedoch kam es in der Zeitnotphase in einem komplizierten Endspiel zu einem Fehlgriff. Die restlichen Bretter spielten Remis. Damit war eine weitere knappe 3 ½ zu 4 ½ Heimniederlage im Ligamanager eingetragen. Und um den Ärger zu erhöhen, hätten wir tatsächlich noch absteigen können.
Deshalb war die Devise für den letzten Spieltag gegen den Meister Bubenreuth: ANGRIFF! Mit einer erneut guten Aufstellung ging es gegen die Ersatzgeschwächten Bubenreuther (Den Meistertitel + Aufstieg hatten sie zu dem Zeitpunkt schon). Zwar mussten Roland und Oli erneut Federn lassen, dafür konnten aber Jonas, Tobi D. und Arne gewinnen. Der Rest spielte Remis. Damit war das Spielglück diesmal auf unserer Seite und wir konnten durch den knappen 4 ½ zu 3 ½ Sieg die Liga halten. Tatsächlich wäre der Klassenerhalt auch ohne den Sieg geglückt. Allein unsere guten Brettpunkte wären im Fall der Fälle hilfreich gewesen. Aber das soll den guten Sieg nicht schmälern.
Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass nachdem man noch vor zwei Saisons mit der zweiten Mannschaft gegen den Abstieg in der K2 gespielt hatte, es ein gutes Gefühl war, zumindest kurzzeitig, um den Aufstieg in die Bezirksliga mitzuspielen. Dies ist auch das erklärte Ziel der zweiten Mannschaft. Dass wir am Anfang noch so oft Joker einsetzen mussten, hat sich zum Glück im Laufe der Saison gelegt. Tatsächlich war die Mannschaft oft überfüllt und wir mussten jemanden zuhause lassen. Auch haben diverse Abschlussarbeiten für einige Ausfälle gesorgt. Da dürfen wir zumindest zu den Erfolgreich bestanden Bachelorabschlüssen gratulieren 🥳 Dafür dürfen gerne mal ein paar DWZ oder Siege für eine bessere Abschlussnote getauscht werden ☺️
Da ich ja als Remisenschieber teil der Mannschaft war, wollte ich zum Abschluss noch ein persönliches Wort loswerden: Es hat mir mega viel Spaß gemacht! Ich freue mich auf die kommende Saison!
