Damit hat wohl keiner gerechnet: In jedem Open gibt es nach der 4. Runde, also kurz vor Schluss einen neuen Führenden. Im C-Open strauchelte André Kuschke gegen den Newcomer Lucas Baptistella vom Nachbarverein. Die beiden eröffneten die Bühne für ihre jeweiligen Vereinskollegen: In Runde 5 treffen die neuen Führenden Andreas Gebhardt (Kirchehrenbach) und Samuel Renn (Forchheim) aufeinander. Im B-Open verlor ebenfalls der Führende seine Partie: Timo Loos bezwang ihn in einer zunächst ruhigen russichen Partie und bekam wenig später zwei Mehrbauern. Hier zeichnet sich nun ein Dreikampf um den Titel zwischen Timo Loos (Herzogenaurach), Mara Stiehler (Wilkau-Haßlau) und Alexander Dahnovici (Freising) ab. Und im A-Open? Tatsächlich verliert GM Hagen Poetsch ebenalls sein Spitzenbrett, indem er gegen Arshak Ovsepyan (Gräfelfing) verlor. Dieser ist mit 4 Punkten nun alleiniger Führender und wird von den beiden FMs Florian Wagner (SW Nürnberg) und Stepan Mohylnyi (NT Nürnberg) verfolgt.
Es spitzt sich zu
Eine makellose Bilanz – das Ziel eines jeden Schachspielers bei einem Turnier. Viele gibt es nach drei Runden nicht mehr. Im A-Open beispielsweise haben lediglich drei Spieler immer noch den Bestwert. GM Hagen Poetsch, Arshak Ovsepyan und FM Florian Wagner. Diese gelten zum aktuellen Zeitpunkt als Topfavoriten auf den Turniersieg, dürfen aber am Sonntag erstmal gegeneinander ran. Im B-Open ist lediglich Georg Kessler alleiniger Führender. Dahinter eröffnet sich aber ein achtköpfiges Feld voller hungriger Schachspieler mit 2,5 Punkten, die nur auf einen Fehler des Führenden warten. Unter ihnen sind auch die drei Forchheimer Arne Detleffsen, Jakob Ballis sowie unser Wunderkind Tobias Reitz. Wir wünschen den dreien am Sonntag gutes Gelingen! Apropos drei: Im C-Open haben sich ebenfalls drei Forchheimer in Stellung, um den Titel erneut zu verteidigen: Mit Marc Dahlmanns, André Kuschke und Samuel Renn fighten sie am Sonntag um die Krone. Ihre Kontrahenten sind ihnen zahlenmäßig aber nicht unterlegen: Insgesamt sieben Spieler sind hier noch mit weißer Weste: Das Hauen und Stechen ist also vorprogrammiert!
Es wird munter geragequittet
In der zweiten Runde standen zu Beginn der Runde viele Bretter leer und es mussten leider viele spielfreie Siege eingetragen werden. Falls ihr schon vor der Auslosung wisst, dass ihr die nächste Runde nicht spielen könnt, dann sagt der Turnierleitung bitte vorher bescheid (gilt für jedes Open). Ansonsten ist im A-Open schon nach 2 Spielen Mitfavorit IM Yevhenii Yelisieiev ausgestiegen und kämpft fortan nicht mehr mit um den Sieg. Topfavorit GM Hagen Poetsch ist weiterhin noch mit weißer Weste und schlug Neu-CM Viktor Ratushnyi am Spitzenbrett. Im B-Open ging es drunter und drüber. An den Spitzenbrettern wurde sehr oft Remis geschob- äääh gespielt, weshalb jetzt nur noch zwei Spieler:innen (aus einem 88er Feld) mit zwei Punkten dastehen. Im C-Turnier hat es in Runde zwei mal ein paar Favoriten erwischt, sodass wir es in Runde 3 tatsächlich geschafft haben und an den vier vorderen Brettern vier Forchheimer spielen. Wir stellen schon mal den Sekt kalt und fiebern den 4/5 C-Open Siegen entgegen :D.
Kampf bis spät in die Nacht
Die erste Runde hatte schon wieder einiges zu bieten. Während sich im C-Open die Topgesetzten souverän durchsetzten, durften einige Turnierneulinge ebenfalls ihre ersten Siege feiern. Brett 1 bleibt mit André damit weiter in Forchheimer Hand. Im B-Turnier konnten von den Top 10 gesetzten lediglich zwei einen Sieg einholen, das Turnier wird also bis zum Ende mal wieder wahnsinnig eng und umkämpft. Positiv aus Forchheimer Sicht hervorzuheben ist Oskar, der am letzten Brett um 23.30 Uhr einen Bauernangriff so weit durchdrückte, bis sein Gegner die Zeit überschritt. Im A-Open gab es auch so einiges zu berichten: Während sich am Spitzenbrett im Duell der Titelträger GM Hagen Poetsch noch den Sieg erkämpfte, ließ die Konkurrenz federn und die Spieler an den Setzpositionen 2-5 konnten allesamt nicht gewinnen. Schauen wir mal, ob noch jemand dem Hagen Poetsch den Titel streitig machen kann.
Wir legen los
Das diesjährige Forchheim-Open ist traditionell wieder mit einer halben Stunde Verspätung gestartet. Mit 214 Teilnehmern verfehlen wir nur um Haaresbreite den Teilnehmerrekord vom letzten Jahr. Dafür haben wir aber eine stolze Frauenquote sowie eine zweistellige Anzahl an Titelträgern dabei. Mit 22 Teilnehmern sind wir Forchheimer auch ganz gut vertreten. Die Ergebnisse und Auslosungen findet ihr hier:
Verspäteter Aufstieg
Durch den Rückzug von Kirchehrenbach und Erlangen und dem Abstieg von Eggerbachtal 2 aus der Kreisliga 2, steigt unsere Dritte trotz dem 3. Platz doch noch in die nächsthöhere Liga auf. Herzlichen Glückwunsch an alle Spieler für eine bockstarke Saisonleistung!